1414 – «Tauchunfall» – lieber nicht?

Bei den allermeisten Tauchunfällen macht es Sinn, die Rega zu alarmieren. Dazu
wird in der Schweiz die Nummer 1414 gewählt und der Anruf beginnt mit einem
deutlichen „Tauchunfall“.

Damit es möglichst nicht so weit kommt, gilt es verschiede präventive Massnahmen
zu treffen. Und falls doch ein schlimmes Ereignis eintritt, muss richtig agiert werden.
Zu diesem Zweck trafen sich am 27. Mai 2018 einige Tauchevent-Leiter (TL),
Bootsführer (BF) und andere Interessierte zum

TCT Safety Day

Nach einem währschaften zMorge rief uns zuerst Stephan - unser neuer Chef TL -
verschiedene potenzielle Tauchunfälle und –krankheiten in Erinnerung und wir
frischten unsere Kenntnisse für deren Prävention und Behandlung auf. Die
anschliessenden Erläuterungen von Toni (Chef BF) bezüglich des „richtigen“
Verhaltens als BF waren nicht nur für die anwesenden BF’s sinnvoll.

Ganz toll war, dass Daniel Meyer uns nach der Pause einiges aus Sicht der
Seepolizei darlegte. Daniel ist Fachstellenleiter der Seepolizei mit Standort Hafen
Güetitäli. Er machte uns nicht nur mit den verschiedenen Prozessen wie z.B. der
Rettungskette der Seepolizei bekannt, sondern zeigte uns anhand zweier leider
tödlichen Tauchunfällen eindrücklich, wie eine Verkettung unglücklicher Umstände
für Taucher tragisch enden kann. Für uns alle einmal mehr eine Lehre, dass nur gut
vorbereitete Tauchgänge mit einer guten Befindlichkeit Spass machen.

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Sehr interessant war dann auch die Besichtigung des Stützpunktes der Seepolizei
beim Hafen Güetitäli. Wir haben von Daniel erfahren, wie eigentlich recht einfach
aber offensichtlich sehr zielorientiert und effizient er „seinen“ Stützpunkt aufgestellt
und organisiert hat.

Vielen Dank Daniel für deine spannenden, lehrreichen Infos und dass du dir die Zeit
dazu genommen hast. Wir haben es zudem sehr geschätzt, dass du deine
Ausführungen immer wieder aus aus Sicht „Taucher“ präsentiert hast.

Retten und Bergen – live

Gleich im Anschluss ging es auf unserem Tauchboot hinaus auf den See und die TL’s übten wieder einmal Rettungen (Anregung: Sollten wir mehr machen!). Aber mit der eigentlichen Rettung eines verunfallten Tauchers aus der Tiefe an die Oberfläche ist es noch lange nicht gemacht. Er muss möglichst rasch aufs Boot, erste lebensrettende Massnahmen erhalten und dann zügig an einem Übergabestandort den professionellen Rettungskräften übergeben werden. Es zeigte sich, dass eine Bergung eines verunfallten Tauchers auf unser Tauchboot so einfach nicht ist.

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Erkenntnisse

Am Schluss dieses gut organisierten, lehrreichen und spannendes Safety Day wussten wir, dass im TCT der Umgang bezüglich der Sicherheit grösstenteils gut ist. Und trotzdem nahmen wir verschiedene Punkte mit, die nun im Vorstand diskutiert und Lösungen gefunden werden müssen. Einerseits mit dem Ziel, dass es dank guter Prävention erst gar nicht zu Tauchunfälle kommt. Andererseits aber auch, dass – wenn doch – wir richtig agieren.

An dieser Stelle ermuntern wir alle Taucher und Taucherinnen, sich wieder einmal mit den wichtigsten Regeln vertraut zu machen. Dazu empfehlen wir unter anderem auch den Downloadbereich dieser Website, auf der viele gut Infos wie Rettungsabläufe, Verhalten bei Unfällen usw. zum Download bereit stehen.

Wir wünschen allen unfallfreie, gut vorbereitet Tauchgänge. Macht einfach mehr Spass! In diesem Sinne: Immer gut Luft!

Thomas v.Erlach, TL

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